Das wir erneut kurz vor einer technischen Umbruchphase stehen, könnte dem ein oder anderen inzwischen bewusst sein. Noch spüren wir die Welle der Mobilität. Mobile Anwendungen schießen wie die Pilze aus dem Boden. Still und leise ist inzwischen auch der Boden für die nächste Welle vorbereitet. IP V6 und verbesserte Mikrocontroller machen es möglich: Das Internet der Dinge (IoT – Internet of Things) wird eine Vielzahl von technischen Geräten miteinander verbinden und automatisiert kommunizieren lassen. Eine aufregende Zeit, welche uns vielfältige Zukunfts-Szenarien zeichnen lässt. Erna May-Raz und sein Team von www.robotgeniusfilms.com haben Ihre eigene Vision in dem Kurzfilm Sight dokumentiert. In dem Film wird beeindruckend dargestellt, wie uns eine multimediale Kontaktlinse die Zukunft erleichtern kann. Eingewoben wurde auch die Gamification unseres Leben. Ein Trend bei dem alltäglich Lebenssituationen in das spielerische gezogen werden. Lasst euch überraschen.

Ein weiteres Szenario wird in dem Roman Der Circle von Dave Eggers aufgezeigt. Das Buch hatte mich aufgrund seiner vielen guten Kritiken in der Literatur- und Bloggerwelt neugierig gemacht. Gerade in Zeiten von Google, Amazon, NSA und Co. sind gigantische Daten-Kraken-Firmen ein interessantes Thema, welches der Author auf die spitze Treibt. Das Hauptaugenmerk liegt auf der perfektionierten Kommunikation und der totalen Vernetzung. Wer sich der Teilnahme am völlig transparenten Leben verwehrt, wird bestraft. Letztlich wird die gesamte Bevölkerung der USA der Überwachung untergeordnet. Der Circle ist spätestens ab diesem Zeitpunkt nicht mehr nur Facebook, sondern auch die NSA. Wer nicht „freiwillig“ transparent ist, der ist verdächtig.

In dem Zuge interessant fand ich das kürzlich geführte Interview – siehe Link am Ende – auf der DLD Conference zwischen Andrew Keen und Mike Butcher. Es zeigt eindrucksvoll wie zwei Visionen von der Zukunft des Internets aufeinander prallen. Hervorragend, Unterhaltsam und ein tolles Beispiel, wie wir Diskussionen über den Weg in die Zukunft führen sollten. In seinem neuen Werk „The internet is not the answer“ (Das digitale Debakel) geht Keen noch einen Schritt weiter: Das Internet, wie wir es heute kennen, habe eine ganze Reihe von negativen Effekten: Es sei ausbeuterisch, vernichte Jobs, fördere Kriminalität, lasse sich nicht regulieren – und werde doch idealisiert.

Fazit:

In unserer vernetzten Welt verändern sich nicht nur die technischen Möglichkeiten auch die ein hergehenden Veränderungen werden von den Medien teils euphorisch, teils kritisch bewertet. Nun kann man das Wasserglas ehr voll oder leer sehen und entsprechend wird man ehr zu den Optimisten oder den Pessimisten tendieren. Fakt ist, es gibt kein Richtig oder Falsch. Wir gemeinsam haben eine riesige Aufgabe die Vorteile für uns herauszuarbeiten und dabei den einzelnen in Bezug auf Sicherheit und Schutz wertzuschätzen.

Wie ist es mit euch? Wie stellt Ihr euch die Welt in 2050 vor?

 

Links:

Interview zwischen Andrew Keen und Mike Butcher auf der DLD Conference.

Die Welt 2050 – Ausblicke auf eine dramatische Veränderung

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