Schraubendreher und Zangen

in Satz (ca. 5 verschieden große) Schlitzschraubendreher. Der kleinste mit 2 mm Klingenbreite für Madenschrauben, 2,5 mm für die kleinen Lüsterklemmen und der größte mit ca. 5-6 mm Klingenbreite.

Zwei oder drei Phillips-Recess-Kreuzschlitzschraubendreher (PH 0,1,2) für Geräteschrauben und Klemmen sowie 2 oder 3 Pozidriv-Kreuzschlitzschraubendreher (PZ 0,1,2) für Befestigungsschrauben (Spax und ähnliche).

Für alle möglichen Sonderschrauben empfiehlt sich ein Schraubendreher mit austauschbaren Bits (Inbus, Torks, Vielzahn und andere bei Bedarf).

Einen Seitenschneider mit angefaster Schneide. Durch die Fase eignet er sich nicht nur zum Abschneiden von Leitungen, sondern auch von Nägeln, Schrauben und dünnem Stahldraht Ein nicht angefaster Seitenschneider überlebt solche Mißhandlungen nicht.

Eine Spitzzange (möglichst eine leicht abgewinkelte) um auch in den hintersten Ecken etwas zu greifen und festzuhalten und, nicht ganz so wichtig aber manchmal auch hilfreich, eine soganannte Kombizange.

Eine gute Abisolierzange

Mit einer solchen guten Abisolierzange mit vielen kleinen federnden Klingen die keine Adern beschädigen kann auch ein nicht so geübter Bastler vernünftig arbeiten. Be den billigen Ausführungen muß man sehr aufpassen daß man besonders bei den flexiblen Litzen keine der Äderchen beschädigt.

Eine Aderendhülsenzange und ein Sortiment von Aderendhülsen ist wichtig weil man schon lange nicht mehr die Litzenenden verzinnen darf. Das Zinn „wandert“ mit der Zeit und die Verbindung lockert sich unweigerlich nach einigen Monaten.

Für die größeren Aderendhülsen ab 4 qmm habe ich auch nur Baumarktschrott. Aber zur Not geht es, man muß nur 4-5 mal pro Hülse quetschen.

Besonders für’s Auto benötigt man eine Presszange für die so beliebten AMP-Quetschverbinder, Kabelschuhe, Flachsteckverbinder und mehr. Hierbei gilt ganz besonders: Die billigen vom Baumarkt taugen nichts. Dazu natürlich auch ein Sortiment an Quetschteilen. Die Farben sind eine Kennung für den Aderquerschnitt. Die roten sind bis 1,5 qmm, die blauen bis 2,5 qmm und die gelben bis 4 qmm geeignet.

Als erstes gibt es für 230 V den sogenannten Polprüfer. Hällt man die Spitze an ein unter Spannung stehendes Teil, so leuchtet eine kleine Glimmlampe. Das ist zum Überprüfen auf Funktion zwar ganz nützlich, aber diese Polprüfer sind sehr unzuverlässig. Erstens sieht man das leuchten der Glimmlampe bei hellem Licht sehr schlecht. Zweitens gehen diese Prüfer bei Mißhandlung, z.B. wenn man sie als Schraubendreher verwendet, kaputt (professionelle Polprüfer haben deshalb keine Schraubendreherklinge sondern nur eine Prüfspitze). Es gibt aber noch weitere Gründe diese Prüfer nicht zu benutzen um die Spannungsfreiheit zum arbeiten an der Anlage festzustellen.

Meßgeräte

Für den Elektriker ist es wichtig daß ein Meßgerät robust gebaut ist und nicht beim ertenmal hart zupacken gleich zerbricht. Auch die Schalter müssen „griffig“ und nicht nur mit kleinen Kinderhänden bedienbar sein. Nicht zuletzt sollte klar erkennbar sein welcher Meßbereich eingestellt ist und welche Anschlußbuchsen hierfür verwendet werden müssen.

Besonders für Leute die das Meßgerät nur selten benutzen ist es wichtig eine Ersatzbatterie dabei zu haben. Die Batterie ist nach Murphys Gesetz immer dann leer wenn man dringend etwas messen muß. Man kann auch gleich ein Meßgerät kaufen ohne Batterie, dafür mit Solarbetrieb und der Möglichkeit einen eingebauten Kondensator am KFZ-Bordnetz oder an 230 V aufzuladen. Das reicht dann für etliche Messungen aus und man hat kein Problem wegen der leeren 9 V-Batterie mehr.

Für absolute Laien gut eignet ist ein sogenanntes Energiekostenmeßgerät oder Energiemonitor. Das ist ein Gerät welches wie ein Zwischenstecker zwischen Steckdose und einem beliebigen Verbraucher gesteckt wird. An diesem kann man die Netzspannung in Volt, die Frequenz in Hetz, den Strom den der Verbraucher aufnimmt in Ampere und auch die aufgenommene Leistung in Watt ablesen. Auch läßt sich z.B. über einen ganzen Tag oder länger der Verbrauch in kWh ablesen und die Energiekosten berechnen. Das besonders daran: Einfache Bedienung und man kann praktisch nichts falsch machen.

Spartip: Solche Energiekostenmeßgeräte kann man sich bei vielen EVUs ausleihen, einfach mal nachfragen.

Löten

Wichtig ist eine gute Lötstation

Der gute alte Brat-Lötkolben von Opa hat ausgedient. Damit kann man bestenfalls ein paar hübsche Gravuren in Holzbalken brennen, aber zum ordentlichen Löten elektrischer oder elektronischer Bauteile eignet er sich nicht.

Eine gute Lötstation hat:

1. Mehrere gute Dauerlötspitzen in unterschiedlichen Breiten von ca. 2 bis 5 mm, bei SMD-Bauteilen auch noch weniger. Ich verwende meist beidseitig abgeflachte Lötspitzen, die runden geben keinen so guten Wärmekontakt.

2. Leicht austauschbare Lötspitzen. Wenn es zu lange dauert, oder zu fummelig ist, läßt man es aus Bequemlichkeit bleiben – aber die passende Lötspitze ist wichtig!

3. Ausreichend Leistungsreserve 1. für schnelles Aufheizen, 2. damit die Lötspitze beim Löten nicht zu sehr abkühlt und 3. damit der Lötvorgang nicht zu lange dauert.

4. Eine gute Temperaturregelung damit die Lötspitze bei Lötpausen nicht zu warm wird. Dann würde das Flußmittel zu schnell verbrennen und nicht richtig wirken. „Geklebte“ Lötstellen sind die Folge.

5. Einen temperaturfesten Schwamm (der immer etwas angefeuchtet gehört) um die Lötspitze von Lötzinn- und Flußmittelresten zu befreien. Haushaltsschwämme sind ungeeignet.

Die Weller Magnastat Lötstation z.B. erfüllt diese wichtigen Kriterien und ist schon sehr lange bewährt. Sie arbeitet mit Schutzkleinspannung und hat eine temperaturfeste Silikon-Zuleitung von der Station zum Lötkolben.

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