Wie versprochen, kommen wir heute dazu, das Photon anzuschließen und zum Leben zu erwecken. Wir hatten ja bereits gesehen, dass dieser Microcontroller konsequent nach dem prinzip der Vernetzung und cloudbasierten Datenspeicherung ausgelegt ist. Demenstsprechend ist auch die Ersteinrichtung ein wenig anders, als du es veilleicht vom Arduino oder anderen plattformen her kennst.

Die Entwicklungsumgebung läuft nämlich über eine App im Browser, du musst also nichts herunterladen und installieren, sondern kannst sofort von jedem Rechner aus loslegen.

Ohne Particle Account geht nichts

Allerdings musst du dich dafür zunächst mal bei Particle als Nutzer registrieren. Das ist nötig, damit du später deinen persönlichen Arbeitsbereich für die Entwicklung auf der Platform nutzen kannst. Außerdem kannst du dann beliebig viele Particle-Devices mit deinem Account verbinden.

Das Particle-Konzept sieht vor, dass jedes Gerät mit einem bestimmten Nutzeraccount verbunden ist. Auf diese Weise kannst du von jedem beliebigen WLAN aus auf das Photon zugreifen und Sketches übertragen, da immer die richtige Entwicklungsumgebung auf der Particle-Platform zugeordnet wird.

Dafür gehst du zunächst auf https://www.particle.io/ und wählst oben rechts das Dashboard aus. Nun kannst du dich mit deinen Anmeldedaten einloggen, oder einen neuen Account anlegen. Dazu genügt die Angabe einer E-mail-Adresse.

Wenn dies erledigt ist, findest du dich im Dashboard der Entwicklungsumgebung wieder, die noch ziemlich leer aussieht, weil du ja noch keiner Projekte begonnen hast. 🙂

 

 Aber auch nicht ohne Strom 🙂

Nachdem nun die Anmeldeformalitäten erledigt sind, kommen wir zum spannenden Teil. Natürlich muss dein Photon zunächst mal Strom haben. Schließe dafür das Photon einfach über den Micro-USB-Stecker an einen Rechner oder ein USB-Netzteil an.

Wenn dies funktioniert hat, solltest du jetzt die LED auf dem Board blinken sehen. Bei einem neuen Controller blinkt die LED Blau. Dies ist der sogenannte „Listening-Mode“ und bedeutet, das Photon wartet darauf, dass du die Anmeldedaten für die WLAN-Verbindung überträgst.

Ein Multifarbentalent

Blinkt das Photon statdessen grün, dann hat er bereits eine WiFi-Konfiguration übermittelt bekommen und versucht nun, sich dort anzumelden. Wenn das blaue Blinken über längere Zeit anhält, gibt es ein Problem mit der Anmeldung an dein WLAN.  Nachdem du dich davon überzeugt hast, dass das Problem nicht am lokalen WLAN selbst liegt, kannst du ganz normal mit der Übertragung der neuen Anmeldekonfiguration weitermachen.

Blinkt das Photon schnell in cyan, das ist eine Art blaugrün, dann hat es sich erfolgreich mit dem Internet verbunden und sucht nun nach der Pqarticle-Cloud. Hat es diese gefunden, dann wird das schnelle Blinken zu einem langsamen AN- und Abschwellen der LED in cyan. Das ist der Normalzustand. Nun kannst du Sketches übertragen.   Die Bedeutung der Farben und Blinkcodes findest du hier noch einmal zusammengestellt:  https://docs.particle.io/guide/getting-started/modes/photon/

 

 

 Anmeldung per Smartphone schnell erledigt

Die einfachste Art, deinen neuen Photon mit der Cloud zu verbinden geht über die Particle App, die es für  iOS und für Android in den jeweiligen Stores gibt.

particle_appt

Nachdem du dich mit deinem Particle Account angemeldet hast, erkennt die App, falls sich ein Photon in Reichweite befindet. Der Vorgang läuft nun so ab, dass sich dein Smartphone mit dem WiFi des Photon verbindet, damit du die Anmeldedaten für dein eigentliches WiFi dort eintragen kannst. Außerdem kannst du dem Controller einen speziellen Namen verpassen, damit du ihn immer wiedererkennen kannst. Wenn dies geschehen iast, dann wird die Verbindung getrennt und das Photon versucht, sich an dein Netzwerk anzumelden.

Sobald der Vorgang erfolgreich abgeschlossen ist, siehst du in der App die aktiven Photons und eine Statusanzeige, die nun grün leuchten sollte.  Perfekt, dein Photon ist online!

Wenn du nun auf dein Photon in der App tippst, gelangst du in den Steuermodus. Hier kannst du die Ausgänge des Controlles per Smartphone ein- und ausschalten. Damit lassen sich prima Fernsteuerungen realisieren! Auch zum Testen einer Schaltung ist dieser Modus wichtig, denn du musst dafür keine einzige Zeile Code eingeben, um zu überprüfen, ob die Beschaltung der digitaslen Ausgänge funktioniert.Wenn du es einmal ausprobieren möchtest, dann tippe auf den Ausgang D7 und wähle im Popup „digitalWrite“ aus.

Der Pin D/ ist bereits auf dem Board mit einer blauen LED verbunden. Wenn du nun auf dem Smartphone den Ausgang D/ antippst, kannst du damit die blaue LED auf dem Photon ein- und ausschalten! Diese Fernsteuerungsapp heißt Tinker und ist sehr möchtig, deshalb folgt dazu später nochmal ein eigener, ausführlicher Artikel.

Den ersten Sketch übertragen

Für uns wird es jetzt zeit, den ersten Sketch zu übertragen. Dies geht am bequemsten vom PC oder Labtop aus. Auch hier musst du dich wieder bei particle anmelden, rufe dazu die Seite https://www.particle.io/ auf. Nach erfolgreicher Anmeldung gelangst du zum Dashboard. Hier wird eine Liste der Controller angezeigt, die gerade online und mit der Cloud verbunden sganz ind, ähnlich wie in der Smartphone-App.

Um zur Entwicklungsumgebung zu kommen, klicke links unten auf das Symbol „<>“.

particle_builder

Der Builder erinnert dich vielleicht an die Arduino-IDE. Die Ähnlichkeit ist tatsächlich sehr groß, insbesondere was den Code angeht. In der Sidebar findest du unter „Example Apps“ einige vordefinierte Beispiele. Wähle hier nun „Blink an LED“ und dann „Use this Example“.

Dadurch wird eine Kopie des Beispiels in deinem persönlichen Verzeichnis unter „My Apps“ angelegt. Hier kannst du nun nach Belieben den Code verändern und ausprobieren.

Am Anfang war der Blinker

Du kannst den Beispielsketch gleich übertragen, indem du links oben auf das Blitzsymbol „Flash“ klickst. Unten in der Statuszeile kannst du das Ergebnis ablesen.

Da du noch nichts am Code verändert hast, sollte nach der Übertragung die Statusmeldung „Flash successful!“ erscheinen und du siehst wieder die blaue LED an D7 blinken, die wir ja vorhin schon kennengelernt haben. 🙂

Aber um sicherzugehen, dass wir auch genau diesen Sketch übertragen, wollen wir nun etwas ändern.  Zur zeit geht die LED eine Sekunde lang an und wird danach ebenfalls eine Sekunde lang dunkel geschaltet. Im Code wird diese Zeitdauer in den Zeilen 60 und 67 eingestellt. Der Befehl delay() hält einfach die Ausführung des Sketches an, und zwar so viele Millisekunden, wie die Zahl in Klammern angibt.

Due Zahlen kannst du nun nach Belieben ändern, stelle ruhig extreme Werte ein, damit du nach der Übertragung ganz sicher sein kannst, dass es genau dein Sketch war, der nun im Photon seinen Dienst verrichtet. Geschafft! Du kannst dich nun ein wenig mit den anderen Beispielcodes im Particle Builder beschäftigen und natürlich erste Schaltungen aufbauen! Viel Spaß dabei und bis zum nächsten Mal.

 

 

Particle Photon einrichten und ersten Sketch übertragen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.